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Bluthochdruck und Übergewicht – Gefährliche Kombination

Bluthochdruck hat viele Ursachen, auch ohne Übergewicht oder ein Gewichtsproblem. Aber mit Übergewicht und Adipositas gehen viele Zivilisationskrankheiten einher, auch die Hypertonie.

Bluthochdruck ist – auch dann, wenn er symptomlos verläuft – ein Zeichen dafür, dass im Körper etwas Gravierendes nicht stimmt. Denn Bluthochdruck entwickelt sich nicht einfach so. Bluthochdruck hat eine Ursache. Beachtet man den Bluthochdruck nicht, dann kann er sich weiterhin unbemerkt verstärken, was letztlich ernsthafte gesundheitliche Folgen haben kann, wie z. B. eine Schädigung des Herzens, einen Schlaganfall oder auch einen Herzinfarkt.

WICHTIG: Mit diesem stillen Killer in Ihrem Blut ist nicht zu scherzen!

Wenn Sie sich die enorme Leistung Ihres Herzens anschauen, ist es auch kein Wunder, warum auch die kleinste Beeinträchtigung schwere Folgen haben kann.

7.200 Liter Blut pro Tag pumpt Ihr Herz durch Ihren Körper. Das entspricht ungefähr der Füllmenge von 72 Badewannen!

Um eine so große Menge zu bewegen, braucht es freie Bahnen und einen gesunden Blutdruck, denn Ihr Herz schlägt über 100.000-mal pro Tag. Was aber geschieht, wenn die Leitung „verstopft“ ist? Erst einmal gar nichts. Was aber noch viel schlimmer ist: Sie spüren auch erst einmal gar nichts.

Nur die Blutdruckwerte geben Auskunft.

Es gibt nun viele natürliche Maßnahmen, die Ursache für die Hypertonie zu beseitigen, für einen dauerhaft normalen Blutdruck.

Eine ist Übergewicht abnahme. 5 kg weniger reduzieren den Blutdruck im Ø 3 – 5 mmHg

 

Die meisten Menschen kennen vermutlich ihren Blutdruck nicht. Erhöhte Werte werden oft zufällig bei einer Untersuchung beim Arzt festgestellt. Ich habe gelernt, dass solche Werte nicht relevant sind für eine zuverlässige Diagnose.

Bluthochdruck – Was ist das?

In den Blutgefäßen kreist das Blut durch unseren Körper. Angetrieben wird der Blutkreislauf durch unser Herz. Es pumpt das Blut in sämtliche Körperbereiche. Wenn sich das Herz zusammenzieht, wird das Blut unter Druck zunächst in die Hauptschlagader (Aorta) gepumpt, von wo aus es dann in die Arterien gelangt. Die Druckwelle, die das Pumpen erzeugt, wird an der Halsschlagader oder am Handgelenk als Puls tastbar. Bei der Blutdruckmessung ergibt sich aus diesem Druck der obere (systolische) Wert.

Damit das Herz sich für den nächsten Pumpvorgang erneut mit Blut füllen kann, muss es sich zunächst erst wieder entspannen. Trotz dieser Entspannung besteht jedoch weiterhin ein gewisser – jetzt natürlich niedrigerer – Druck im Gefäßsystem. Dieser geringere Druck ergibt dann den unteren (diastolischen) Blutdruckwert.

 

Nach der Messung wird der Arzt dann den „Weißkitteleffekt“ vom gemessenen Wert abziehen. Die meisten Menschen, mich eingeschlossen, sind bei solchen Terminen nervös, aufgeregt.

Sind die Werte dann doch erhöht, sollte man den Blutdruck im Auge behalten.

Sind die gemessenen Werte beim Arzt nach Abzug aller Nervosität dann doch erhöht  so ab etwa 130/85 mmHg, nimmt das Gesicht Ihres Hausarztes jedoch schon leicht mahnende

Züge an. Vermutlich teilt er Ihnen mit, dass Sie keinen normalen Blutdruck mehr haben, sondern einen hochnormalen. Daher sollte man Ihren Blutdruck künftig im Auge behalten, meint er.

Aber was ist erhöht und was normal?

 

Hier einmal die Übersicht über die Einteilung der Blutdruckwerte:

Bewertung            Oberer (systolischer) Wert        Unterer (diastolischer) Wert             Maßnahme

 

Optimal                   unter 120 mmHg                         Unter 80 mmHg                                  Keine

Normal                    120-129 mmHg                            80-84 mmHg                                       Keine

Hochnormal          130-139 mmHg                             85-89 mmHg                                       Ganzheitliche Maßnahmen

Bluthochdruck      140-179 mmHg                             90-109 mmHg                                     Entweder nur ganzheitliche maßnahmen oder Medikamente kombiniert mit ganzheitlichen Maßnahmen

Bluthochdruck        180 mmHg                                   110 und mehr                                       Medikamente kombiniert mit ganzheitlichen Maßnahmen

 

Ein guter Arzt fuchtelt nicht gleich mit Medikamenten herum.

Nein, Sie – so lautet seine Empfehlung – sollten am besten all das meiden, was Sie bisher womöglich häufig gemacht haben: bei der Arbeit gestresst sein, gut und reichlich essen, zu Hause so oft wie möglich faul auf der Couch liegen und – wann immer es geht – zum Feiern abtauchen.

 

Ab jetzt wird der Blutdruck zu Hause regelmäßig kontrolliert. Die meisten Ärzte haben ein automatisches Blutdruckgerät.

BluthochdruckSo haben Sie gesehen, wie er die Manschette anlegt, ihren Arm ruhig ablegt und sie bittet, ruhig zu sein. Dann drückt er auf eine Taste und das Gerät rattert und pumpt die Manschette auf. Danach erfahren sie dann ihren Wert, z.B. 125/80.

 

 

 

Für die Messung und Kontrolle zu Hause kaufen Sie sich ein gutes Gerät. Ich benutze seit Jahren Meßgeräte von Beurer. Messen zuverlässig und genau.

BluthochdruckHier der Link zum Gerät: Blutdruckmeßgerät

 

 

 

 

Um aussagefähige Werte zu erhalten, bedarf es einiger Regeln.

Wichtig: Lachen, Husten, Reden und/oder Niesen haben Einfluß auf ihre Werte. Führen Sie dann lieber eine Kontrollmessung durch.

 

Regel 1: Sind Sie wirklich entspannt?

Bevor Sie mit der Messung beginnen, entleeren Sie ihre Blase. Dann hinsetzen und mindestens 3 Minuten entspannen. Haben Sie einen regelmäßigen, normalen Atem? Dann beginnen Sie mit der Messung. Messen Sie immer in der gleichen Position, also liegend, stehend oder sitzend.

PS: Ich bevorzuge sitzend am Tisch. Lege die Manschette an und stelle das Gerät zu meiner rechten Hand. So kann ich mit dem Daumen die Taste drücken, ohne mich groß zu bewegen. Bevor ich das tue, sitze ich entspannt auf meinem Stuhl. Mein Gerät zeigt an, ob ich entspannt war.

 

Regel 2: Messen Sie am richtigen Arm?

Machen Sie zuerst eine Vergleichsmessung an beiden Armen. Der Arm, an dem Sie die höheren Werte ermitteln, ist in Zukunft immer Ihr „Meßarm“.

 

Regel 3: Haben Sie die Manschette richtig angelegt?

Bei der Messung am Handgelenk platzieren Sie die Manschette etwa einen Zentimeter unterhalb Ihres Handgelenks am Unterarm.

PS: Ich benutze nur ein Oberarm Messgerät. Die Manschette ist einfach anzulegen und auch in der Anleitung gut beschrieben.

 

Regel 4: Messen Sie in der richtigen Höhe?

Ganz gleich ob im Sitzen, Stehen oder Liegen: Die Manschette gehört beim Messen auf Herzhöhe! Die Finger strecken Sie während der Messung locker aus. Bewegen Sie außerdem weder ihre Hand noch ihren Arm, und sprechen Sie nicht.

 

Regel 5: Ist jetzt der richtige Zeitpunkt?

Messen Sie möglichst immer zu denselben Zeiten, beispielsweise morgens um 8 Uhr, mittags um 12 Uhr und abends um 19 Uhr. Falls der Arzt Ihnen ein Bluthochdruckmedikament verordnet hat, messen Sie grundsätzlich vor der Einnahme.

Lassen Sie bis zu einer zusätzlichen Kontrollmessung immer eine Minute verstreichen.

PS: Nicht verrückt machen. Finden Sie den für sie besten Zeitpunkt. Ich messe zwei bis dreimal im Monat immer gegen 11:15 Uhr am Sonntag. Manchmal kontrolliere ich auch kurz nach einer Sportaktivität. Um zu sehen, wie die Werte nach 20 bis 30 Minuten sinken.

 

Regel 6: Was haben Sie in der letzten Stunde getrunken?

Trinken Sie eine Stunde vor der Messung weder Kaffee oder Tee noch Alkohol und rauchen Sie nicht. Sonst sind Ihre Werte womöglich verfälscht. Das gilt auch für Sport, z.B. Nordic Walking

 

BluthochdruckDu hast dich nun mit den Regeln vertraut gemacht. Das Gerät wurde geliefert und nun nimm Dir ein paar Minuten Zeit, es mit der Bedienungsanleitung kennen zu lernen.

 

 

Zur Überwachung der Werte empfiehlt sich ein Blutdrucktagebuch. Einfacher geht es mit einer App auf dem Smartphone. Die neuesten Geräte bieten das schon an. Ich nutze eine solche App und kann so dem Arzt einfach die Werte zeigen.

Jetzt, da Du mit dem Gerät vertraut bist, auch schon eine Messung gemacht hast, lege für dich einen Zeitpunkt gem. den Regeln fest. Denke daran beim ersten Mal deinen zukünftigen Meßarm festzulegen.

Dann steht der Kontrollmessung deines Blutdrucks zu Hause nichts mehr im Weg.

Herzlichen Glückwunsch!

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Siehe auch

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